Rufanlagen: Kennzeichnende Eigenschaften

Mit Rufanlagen werden Personen herbeigerufen oder gesucht und zusätzliche Informationen übertragen. Kennzeichnend ist eine Gefährdung für den Rufenden, wenn Störungen nicht signalisiert oder nicht rechtzeitig erkannt werden. Rufanlagen sind eigenständige Systeme, in denen alle Geräte und Übertragungsmedien laufend selbstständig auf Ausfall überwacht werden.

Geltungsbereich der Norm

Die genannten Anforderungen bestehen häufig in:

  • Krankenhäusern
  • Pflegeheimen, Alten- und Seniorenwohnheimen u.ä.
  • Justizvollzugsanstalten, Polizeistationen, Gerichten etc.
  • Behindertenheimen
  • Behinderten-WCs in öffentlich zugänglichen Einrichtungen
  • und technischen Anlagen, wenn diese die Funktion einer Rufanlage beinhalten.

Neue Fassung seit Juni 2016

Seit 1. Juni 2016 gilt die neue Fassung der DIN VDE 0834-1:2016-06, die bereits jetzt schon in vollem Umfang durch die Rufanlagen aus unserem Haus erfüllt werden kann.

Folgende Änderungen gegenüber der bisherigen DIN VDE 0834-1:2000-04 (siehe z.B. Publikation des ZVEI) wurden in der neuen Fassung vorgenommen:

  • Normenverweise wurden aktualisiert.
  • Der Anwendungsbereich der Norm wurde erweitert.
  • Planen von Rufanlagen wurde genauer definiert.
  • Verwendungsbereiche A und B sind entfallen.
  • Schutzbereiche A und B wurden vereinheitlicht.
  • Verwendung der Rufanlage als Komponente eines Medizinischen Systems.
  • Definition verteiltes Alarmsystem und verteiltes Informationssystem.
  • Nutzung von standardisierten Übertragungswegen.

Interessant ist etwa, dass nun immer eine sichere Trennung nach EN 60601-1 realsiert werden muss. Dazu sind Maßnahmen in der Rufanlage zu ergreifen z.B. bei einer Lichtansteuerung durch die Rufanlagen (siehe unsere Relaislösungen).

Wir beraten Sie gerne zu allen Fragen rund um die Norm. Weiterhin empfehlen wir Seminare bei folgenden Veranstaltern: ZVEI, BHE, DGWZ.